Leon R. Mbengue OH

Bruder
Afrika

Ich bin in einer katholischen Familie aufgewachsen und besuchte, wie alle Kinder im Dorf, die Volksschule der Schwestern der Unbefleckten Empfängnis. Die religiöse Erziehung war dort grundlegend. Danach traten die meisten Schüler in ein Seminar ein oder gingen in eine der so genannten „apostolischen Schulen“, die von Ordensschwestern oder Brüdern geführt wurden.

 

Ich besuchte das katholische Kolleg der Brüder vom heiligen Gabriel und wechselte anschließend ins öffentliche Gymnasium und wohnte in einem Internat. Die Katechese und die Berufungspastoral, die dort durchgeführt wurden, harmonierten sehr gut miteinander, so dass ich am religiösen Angebot des Internats und des Gymnasiums aktiv teilnahm.

 

Dann entdeckte ich die Barmherzigen Brüder vom hl. Johannes von Gott, deren Krankenhaus sich in der Nähe des Internats befindet. Ihr Einsatz und ihre sichtbare ansprechende Präsenz beeindruckten mich sehr. So äußerte ich den Wunsch, in den Orden einzutreten und wurde in die Schar der Postulanten aufgenommen, besuchte aber weiterhin das Gymnasium. Schritt für Schritt lernte ich ihr Leben und ihr Wirken besser kennen. Ich lebte ganz im Gebet, und diese Erfahrung teilte ich mit meinen Freunden, den Eltern und mit anderen Personen, darunter meinem Pfarrer. Sie alle ermutigten mich.

 

Gemeinsam mit drei Weggefährten, zu denen auch Frater André Sene gehörte, begann ich meine Ausbildung. Diese Etappe meines Lebens hat mich sehr bereichert. Sie war eine große Ermutigung, und unter uns herrschte eine große Freude, die uns miteinander, aber auch mit unserem Novizenmeister Frater Juan Manuel Quillabert und den Mitbrüdern der Kommunität verband. Ich begann, unseren Sendungsauftrag langsam zu verstehen, den eine besondere Aufmerksamkeit gegenüber den Kranken und Notleidenden, mit denen wir in Berührung kommen, auszeichnet. Mit ihrem Beispiel haben die Mitbrüder zu unserer Ausbildung beigetragen.

 

Mit großer Freude und voller Motivation bin ich meinen Weg in dieser Familie weitergegangen: Ich entwickelte nach und nach ein starkes Zugehörigkeitsgefühl und spürte die Liebe der Mitbrüder, der Kranken und der Notleidenden. Diese Zeit hat es mir erlaubt, die Größe des Ordens kennenzulernen. Die Erfahrungen in der Welt des Leids und an der Seite der Mitbrüder haben dazu beigetragen, dass meine Berufung zur Hospitalität jetzt noch stärker verankert ist – eine Berufung, die ich als besonders schön und edel erachte, vor allem in der heutigen Welt.

 

Diese Erfahrungen gemacht zu haben und diese Berufung mit all meinen Stärken, aber auch mit meinen Schwächen bewusst gelebt zu haben, hat mich dazu veranlasst, darum zu bitten, mich definitiv dem Orden verpflichten zu dürfen. Heute stehe ich hier und übe meinen Dienst am Nächsten mit dem festen Entschluss aus, jeden Tag meine Berufung in ihrer ganzen Fülle zu leben.

Österreichische Ordensprovinz des Hospitalordens des heiligen Johannes von Gott
Taborstraße 16
1020 Wien
365 Zeugnisse
Der gelebten Gastfreundschaft

ÖSTERREICHISCHE ORDENSPROVINZ

des Hospitalordens des
heiligen Johannes von Gott

"Barmherzige Brüder"

Taborstraße 16

1020 Wien

 

Tel.: 0043 1 21121 1100

Fax: 0043 1 21121 1120

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