Sonntag 22. Januar 2017

Etienne Mbad Sene OH

Bruder
Afrika

Ich wurde am 11.08.1974 in einem Dorf im Herzen Senegals geboren. Meine Eltern waren katholisch, und wir waren eine große Familie. In diesem Familienverband bin ich groß geworden, und mit sechs Jahren wurde ich eingeschult. Mit zwölf Jahren wurde ich im Kolleg der Brüder vom hl. Gabriel aufgenommen, um meine Schulbildung fortzusetzen mit der Absicht, ein geweihter Ordensbruder zu werden.

 

So entstand meine Berufung: Nachdem ich drei Jahre mit den Brüdern im Kolleg zugebracht hatte, bat ich sie um Bedenkzeit. Denn eigentlich gefiel mir nicht nur das Umfeld nicht, in dem ich lebte, sondern auch der Lehrerberuf entsprach nicht meinen ureigentlichen Wünschen. Deshalb besuchte ich von da an das Gymnasium und blieb dort bis zu meinem Schulabschluss.

 

In dieser Zeit offenbarte mir der Herr seine Liebe und unterstützte mich sehr. Ich spürte immer mehr den Wunsch, Ordenschrist zu werden, doch diesmal in einem anderen Orden, nämlich in dem, in dem ich auch heute noch bin. Nach dem Gymnasium trat ich also in den Orden der Barmherzigen Brüder ein, mit denen ich bereits in Verbindung getreten war.

 

Mein Postulantat begann 1997, und drei Jahre später legte ich die einfache Profess ab. Es folgten drei Jahre Berufsausbildung zum Krankenpfleger. Am Ende meiner Berufsausbildung bat mich der Generaldelegat von Senegal und Mosambik, nach Rom zu gehen, um mich auf den Dienst im Ausbildungsbereich vorzubereiten. Heute bin ich schon seit sechs Jahre als Ausbilder tätig.

 

Ich muss zugeben, dass ich keine direkte Erfahrungen im Krankenhaus gesammelt habe abgesehen von der Ausbildungszeit als junger Postulant und dann während der Ausbildung zum Krankenpfleger. Mein Leben und meine Erfahrungen in der Hospitalität konzentrieren sich daher vor allem auf die Vermittlung der Werte und Prinzipien des Ordenslebens im Allgemeinen und insbesondere jener der Barmherzigen Brüder vom hl. Johannes von Gott. Außerdem erlebe ich ganz bewusst die Realität um mich herum, da ich ständigen Kontakt zu unserem Umfeld habe. Das bedeutet auch, vielen bedürftigen Menschen zuzuhören, ihnen zu helfen, sie zu ermutigen.

 

Ich erlebe dies täglich und weiß, dass wir überall im Sinne Christi wirken können, dass wir Hospitalität in Fülle leben können, denn die Armen und Bedürftigen sind überall. Dieses Leben in Hospitalität erfüllt mich und konkretisiert sich in meiner Rolle als Begleiter junger Menschen auf ihrem Werdegang, aber auch im Kontakt zur Welt des Leids, der wir uns widmen und für die wir offen sind.

Österreichische Ordensprovinz des Hospitalordens des heiligen Johannes von Gott
Taborstraße 16
1020 Wien
365 Zeugnisse
Der gelebten Gastfreundschaft

ÖSTERREICHISCHE ORDENSPROVINZ

des Hospitalordens des
heiligen Johannes von Gott

"Barmherzige Brüder"

Taborstraße 16

1020 Wien

 

Tel.: 0043 1 21121 1100

Fax: 0043 1 21121 1120

Darstellung:
http://barmherzige-brueder.at/