Freitag 20. Januar 2017
Eric Zoma

Eric Zoma

Mitarbeiter
Frankreich

Vom zentralen Wert der Hospitalität leiten sich für uns die vier Werte Qualität, Respekt, Verantwortung und Spiritualität her. Hospitalität bedeutet für uns die Aufnahme des Menschen, so wie er ist – die Aufnahme aller Menschen! Wenn dies unsere Prämisse ist, dann kann ich sagen, dass ich aufgrund meiner Arbeit ganz in diese Wertewelt eingetaucht bin ...

 

Als Verantwortlicher für die Seelsorge und die Ehrenamtlichen hier in unserem Haus in Paris habe ich das Privileg und die Freude, tagtäglich junge und ältere Menschen empfangen und aufnehmen zu dürfen. Ich spreche viel mit ihnen und komme bei verschiedenen Veranstaltungen mit ihnen zusammen. Dabei geht es um allgemeine Lebensfragen, über den christlichen Glauben, über Gott und die Kirche ...

 

Vor zwei Jahren kam ein junger Mann zu mir, der nicht gläubig war. Er hatte am Vortag an einer Veranstaltung von uns teilgenommen und dabei von Jesus, der Taufe und ihrer Bedeutung sprechen gehört. Es war das erste Mal, dass er an einer solchen religiösen Veranstaltung teilgenommen hatte. Nun wollte er von mir mehr über Jesus und die Bedeutung der christlichen Taufe erfahren – wieso sie so wichtig für die Christen ist und wie man Christ wird. Kurz, er wollte wissen, inwiefern Christsein das Leben verändert.

 

Ich habe ihm gesagt, dass Jesus für uns Christen so wichtig ist, weil er uns die alles umfangende Liebe Gottes geoffenbart hat und dass wir durch die Taufe zu Kindern dieses Gottes werden. Außerdem habe ich ihm erklärt, dass Gott will, dass wir immer in ihm bleiben und so in die ewige Herrlichkeit eingehen.

 

Nach dem Gespräch wollte dieser junge Mann Christ werden. Als er seinen Eltern davon erzählte, reagierten diese mit großer Überraschung, Verwunderung und Staunen. Sie haben mich angerufen und mir gesagt, wie sehr sie das Ganze berühre, denn als Atheisten hätten sie in der Familie nie über religiöse Dinge geredet. Umso mehr machte sie die Entscheidung, die ihr Sohn getroffen hatte, stutzig. Insgeheim freuten sie sich darüber, weil ihr inzwischen 18-jähriger Sohn damit seinem Leben eine Richtung gab.

 

Etwas später kamen die Eltern persönlich zu mir und fragten, ob sie ihren Sohn auf seinem Glaubensweg begleiten dürften, weil es wichtig für sie und für ihn wäre. Ich sagte natürlich ja, und so war es dann auch. Sie haben an allen Vorbereitungstreffen und -gesprächen vor der Taufe teilgenommen.

 

Durch die Hospitalität haben diese Menschen die Kirche und die Schönheit des christlichen Glaubens kennengelernt. Am Tag der Taufe waren sie tief gerührt und freuten sich mit ihrem Sohn über dieses wichtige Ereignis in seinem Leben.

Österreichische Ordensprovinz des Hospitalordens des heiligen Johannes von Gott
Taborstraße 16
1020 Wien

ÖSTERREICHISCHE ORDENSPROVINZ

des Hospitalordens des
heiligen Johannes von Gott

"Barmherzige Brüder"

Taborstraße 16

1020 Wien

 

Tel.: 0043 1 21121 1100

Fax: 0043 1 21121 1120

Darstellung:
http://barmherzige-brueder.at/