Augenheilkunde

Patienten-Infos

 

Was ist der Graue Star (Katarakt)?
Ein häufiger Grund für eine Sehverschlechterung im Alter ist die Trübung der Linse im Auge, sog. Grauer Star. Nur durch eine Operation ist eine Verbesserung des Sehvermögens möglich.

In den überwiegenden Fällen erfolgt diese Operation in örtlicher Betäubung. Sie erfolgt in modernster Kleinschnitt – Technik unter dem Mikroskop, eine Naht zum Wundverschluss ist nicht notwendig. Ultraschallgezielte Auflösung der Linse (Phakoemulsifikation) und ein spezielles Saug-Spülverfahren sowie Implantation einer Kunstlinse (PMMA, Faltlinsen) sind Standard.

Eine Allgemeinnarkose bei dieser Operation ist ausgewählten Fällen vorbehalten (z.B. kindliche Katarakt).

 

 

Was ist der Grüne Star (Glaukom)?

Als „grüner Star“ bezeichnet man landläufig den erhöhten Augeninnendruck. Den Verdacht auf diese Erkrankung kann nur der Augenfacharzt stellen. Da der Patient meist erst im Endstadium dieser Krankheit Symptome bemerkt, sind regelmäßige fachärztliche Untersuchungen notwendig.

Bei uns sind in der Diagnostik Tagesdruckkurve, computerunterstützte Gesichtsfelduntersuchung und Fotodokumentation des Sehnervenkopfes Standard; cerebrovaskuläre und internistische Abklärung (z.B. 24-Stunden Blutdruckmessung) gehören ebenso dazu.

Therapeutisch wird ein konservatives Vorgehen durch medikamentöse Druckeinstellung angestrebt. Oft jedoch sind auch chirurgische Eingriffe notwendig. Hierzu gehören:

 

Spezielle Laserverfahren:

  • Argon-Lasertrabekuloplastik
  • YAG Laser Iridotomie
  • Cyclophotokoagulation mit dem Diodenlaser
  • Cyclokryokoagulation


Operative Verfahren:

  • Trabekulektomie
  • periphere Iridektomie
  • kombinierte Glaukom – Katarakt Operationen

 

 

Wie funktioniert die Glaskörperchirurgie (Vitrektomie)?

Hier stehen vor allem die sog. Pars plana Vitrektomien bei dauerhaften Blutungen in das Auginnere im Vordergrund, wie sie z.B. bei schweren diabetischen Veränderungen auftreten können; aber auch eine Vielzahl anderer Augenerkrankungen machen diesen Eingriff notwendig, der in der Regel in Allgemeinnarkose, selten in örtlicher Betäubung durchgeführt wird.

Ausgangspunkt ist eine hochspezialisierte Technik unter dem Mikroskop, mit der die flüssig – gallertartige Substanz Glaskörper (diese füllt das Auginnere aus) vorsichtig entfernt werden kann. Diese Substanz wird am Ende der Operation eventuell mit Luft -, Gas - oder in wenigen Fällen mit Silikonöl ersetzt.


Nach Entfernen des Glaskörpers eröffnen sich noch während der Operation viele neue chirurgische Möglichkeiten:

  • Abtragung von Membranen auf oder unter der Netzhaut
  • Verödung und Entfernung von Gefäßneubildungen
  • Endolaser:
    Lasertherapie im Auginneren bei diabetischen u/o thrombotischen Veränderungen
    Absicherung von Netzhautlöchern mit dem Laser;
  • Endodrainage von subretinaler Flüssigkeit (Flüssigkeit unter der Netzhaut)
    Zusätzlich ist bei dieser Operation eventuell auch die Entfernung des Grauen Stars und das Anlegen einer sog. Cerclage notwendig.

 

 

Welche Netzhaut-Erkrankungen gibt es und wie werden sie behandelt?

Der Netzhaut als wertvollster Teil des Auges wird natürlich besonderes Augenmerk geschenkt. Erkrankungen wie diabetische Retinopathie, Thrombosen, Makuladegenerationen und viele mehr können meist mit dem Laser behandelt werden. Eventuell werden glaskörperchirurgische Eingriffe notwendig. Seltenere Krankheiten der Netzhaut und der Makula können auch im Rahmen der hochspezialisierten Elektrophysiologie in unserem Haus erkannt werden.


Als weiterer wichtiger Punkt ist auch die Netzhautablösung zu nennen. Durch einen Defekt in der Netzhaut kann eine sog. Ablatio retinae entstehen, die unbehandelt zur Erblindung führt. Vorboten dafür sind das Sehen von Blitzen und Mücken (Mouches volantes). Mittels bewährter Operationstechniken kann die Netzhaut wieder zum Anliegen gebracht werden. Diese Eingriffe erfolgen in der Regel in Allgemeinnarkose. Es wird dabei entweder von außen auf das Auge eine Schaumstoffplombe aufgenäht oder eine Umgürtung des gesamten Augapfels mit einem weichen Silikonstab (sog. Cerclage) durchgeführt. Eventuell ist eine gleichzeitige Kryotherapie im Bereich des Netzhautloches und/oder Exodrainage der subretinalen Flüssigkeit (siehe Glaskörper) notwendig. Bei schweren Fällen einer Ablatio retinae wird eine Vitrektomie (siehe Glaskörper) durchgeführt.

 

 

Welche Behandlungen der Lider und Tränenwege gibt es?

Bei Lidfehlstellungen (Ektropium, Entropium; Wimpernscheuern – Trichiasis, Ptosis, Blepharochalasis) sind oftmals chirurgische Eingriffe zur Korrektur notwendig. Größere Tumoren an den Lidern werden ebenfalls im Rahmen eines stationären Aufenthaltes entfernt. Diese Operationen werden in örtlicher Betäubung durchgeführt.

 

Veränderungen im Bereich des Tränenweges werden zunächst mittels eines speziellen Röntgenverfahrens (digitale Subtraktions-Dacryocystographie) abgeklärt und zur Darstellung gebracht, bevor eine operative Sanierung durchgeführt wird. Wir wenden das Standardverfahren nach TOTI (Dacryocystorhinostomia externa) an.

 

 

Welche Laserbehandlungen werden in der Augenabteilung angewandt?

 

Der Laser wird bei uns sowohl diagnostisch als auch therapeutisch eingesetzt.


In der Diagnostik wird er zur Abklärung von Gefäßerkrankungen, Tumoren der Netzhaut und Erkrankungen der Makula mittels simultaner Fluorescein und Indocyanidgrün Laser Scanning Angiographie (HRA) angewandt.


Therapeutisch

 Argonlaser:

Angiographieunterstützt bei Diabetes Mellitus, Venenverschlüssen
Makuladegenerationen und anderen selteneren Netzhauterkrankungen

 YAG Laser:

 Nachstarbehandlung

 Diodenlaser:

 Bei Glaukom (grüner Star, siehe dort)

 

 

Werden Hornhauttransplantationen durchgeführt?

Auch diese spezielle augenchirurgische Leistung wird bei uns durchgeführt. Notwendig wird eine Hornhautverpflanzung bei sehbeeinträchtigender Eintrübung der Hornhaut oder bei Gefahr der Hornhautperforation. Gleichzeitig kann eine eventuell bestehende Katarakt entfernt werden. Diese Operation erfolgt in Allgemeinnarkose.

 

 

Was passiert im OP-Bereich?

Mit unseren modernen und gut ausgestatteten Operationssälen kann das gesamte ophthalmochirurgische Spektrum abgedeckt werden. Unser speziell ausgebildetes OP–Personal umsorgt Sie vor, während und nach Ihrer Operation.

Die Patienten werden vom Stationspersonal mit dem Sitzwagen in den OP–Bereich gefahren. Dort ist man auch beim Umsteigen und bequemen Lagern auf die OP-Liege behilflich. Im Vorbereitungsraum werden die Patienten vom OP– Pflegepersonal erwartet, das die entsprechende Vorbereitung, je nach geplanter Operation, vornimmt.

Kurz vor OP–Beginn wird der Patient auf der OP-Liege in den Operationssaal gefahren.

Bei Operationen, die eine Vollnarkose erforderlich machen, übernimmt ab diesem Zeitpunkt das Team der Narkoseabteilung die weiteren Vorbereitungen.

Wird der Eingriff in örtlicher Betäubung durchgeführt, hat der Patient jederzeit die Möglichkeit, auf eventuell auftretendes Unbehagen oder Schmerzen hinzuweisen.

Nach Operationsende wird ein Augenverband angelegt und der Patient im Sitzwagen wieder in sein Zimmer gebracht. Sollte eine Vollnarkose erforderlich gewesen sein, erfolgt die Verlegung auf die Station nach vorheriger Überwachung im Aufwachraum.

Konventhospital der Barmherzigen Brüder Linz
Seilerstätte 2
4021 Linz
Telefon: 0043 732 7897-0
Fax: 0043 732 7897-1099

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