Modernste Palliativstation Österreichs

im Krankenhaus St. Veit eröffnet

Immer mehr Menschen sind am Ende ihres Lebens auf lindernde Medizin angewiesen. Die neu gebaute Palliativstation im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan trägt dem Rechnung.

 

Am 3. Mai 2018 wurde – in feierlichem Rahmen – die modernste Palliativstation Österreichs gesegnet und eröffnet. Dort sollen in wohnlicher Atmosphäre körperliche, aber auch seelische Probleme schwerkranker Patienten gelindert werden. Auch Angehörige werden vom Stationsteam betreut und unterstützt. Eine ruhige, begrünte Terrasse mit Blumen- und Kräuterbeeten für die Patienten wird zum besonderen Ort der Begegnung. Die positive Ausstrahlung der abstrakten Leinwandbilder des Kärntner Künstlers David Holzinger unter dem Titel „Lichtungen & Inseln“ soll Patienten bei der Bewältigung ihrer Erkrankung helfen und ihre Lebensqualität verbessern. Der Neubau der Palliativstation im Krankenhaus St. Veit ist Teil eines Gesamtkonzeptes an Maßnahmen für das Krankenhaus. Insgesamt werden bis 2020 11,6 Millionen Euro am Standort für die Gesundheit der Bevölkerung investiert.

 

Auf der Dachterrasse des Krankenhauses eröffneten Landeshauptmann Stellvertreterin Dr.in Beate PrettnerP. Provinzial Saji Mullankuzhy, Rechtsträgervertreter P. Prior Paulus Kohler, St. Veits Bürgermeister Gerhard Mock gemeinsam mit der Leitung des Krankenhauses die Palliativstation. Mit der neuen Palliativstation, benannt nach dem Ordensgründer der Barmherzigen Brüder, Heiliger Johannes von Gott, will man für die bestmögliche Behandlung von Menschen mit zumeist weit fortgeschrittenen, unheilbaren Krankheiten sorgen. Behandelt werden vor allem Krebspatienten aber auch Patienten mit schweren Lungenerkrankungen (COPD) im Endstadium, fortgeschrittener Herzschwäche, Leberzirrhose oder neurologische Erkrankungen.

 

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Ort, für Patienten und AngehörigeIn achtmonatiger Bauzeit wurde der Neubau verwirklicht. Der Gesamtleiter des Krankenhauses St. Veit, Mag. Michael Steiner, MAS: „Der Neubau auf der Dachterrasse mit großzügig angelegten Aufenthaltsbereichen für Palliativpatienten und Angehörige besticht durch die lichtdurchfluteten Räume und bietet zudem einen schönen Ausblick über die ganze Stadt St. Veit bis hin zur Burg Hochosterwitz.“

 


Natürliche Materialien und viel Licht

Als Baumaterial kam vor allem Holz zum Einsatz, das die Architekten ganz zu recht als „ideales Material für die Bauaufgabe“ begreifen. „Holz taucht nicht nur an den Oberflächen auf, sondern auch konstruktiv, denn der Kubus wurde in Holztafelbauweise mit tragenden Außen- und Innenwänden errichtet. Das Ergebnis ist eine Architektur ohne viel Schnickschnack und mit direktem Bezug zum Grün“, erklärt Architekt DI Helmut Rainer- Marinello von Kollitsch Architektur.


Ausgestattet sind die Zimmer mit barrierefreien Toiletten und Duschen sowie Schlafmöglichkeiten für Angehörige. Psychologisch ausgewählte, beruhigende Farben, eine wohnliche Atmosphäre und eine angenehme Raumakustik sollen das Palliativzentrum zu einem geschützten Raum für schwerkranke und sterbende Menschen machen.

 

 

Viel Grün für eine schönere letzte LebenszeitDie Terrasse des neuen Palliativzentrums wurde mit Blumen- und Kräuterbeeten für die Patienten begrünt. Neben einer großen Gemeinschaftsterrasse wurde jedes Zimmer mit einem eigenen kleinen Außenbereich ausgestattet. „Durch die Integration  des Außenbereichs in die Privatsphäre des Zimmers sollen sich die Patienten wie Zuhause fühlen“, so der Vorstand Abteilung Anästhesiologie und Intensivmedizin, Prim. Priv.-Doz. Dr. Michael Zink, der die Station angegliedert ist. Der Ärztliche Direktor des Krankenhauses St. Veit, Prim. Univ.-Prof. Dr. Jörg Tschmelitsch, FACS ergänzt: "Wir freuen uns sehr über die wunderschönen, neuen Bereiche, die wesentlich zum Wohlergehen unserer Patienten beitragen werden.

 

In seiner Eröffnungsrede betonte Bürgermeister Gerhard Mock: “Der Palliativmedizin kommt in unserer Gesellschaft mit ihrer steigenden Lebenserwartung eine immer größere Bedeutung zu. Deshalb ist es wichtig, solche Vorzeigeprojekte wie hier im Ordenskrankenhaus in St. Veit zu verwirklichen.“ Landeshauptmann Stellvertreterin und Gesundheitslandesrätin Dr. in Beate Prettner unterstrich dabei: „Die neue Station hier im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit ist ein wichtiger und zentraler Baustein beim Auf- und Ausbau der mobilen und stationären Palliativversorgung in Kärnten.“

 

 

Kunst als Medizin für Körper und SeeleAuch die Kunst hält auf der neuen Palliativstation Einzug. Der Kärntner Künstler David Holzinger hat drei Kunstwerke gemalt. Worte seien oftmals unauffindbar, einen traumatischen Lebensabschnitt zu bewältigen. Da könnte der bildnerische Ausdruck helfen.
„Es ist das Motiv der Insel, des Inbegriffs der gewonnenen und beruhigenden Sicherheit inmitten der Wogen des Suchens, Hoffens, Zweifelns und der Sehnsucht nach rettenden Ufern“, übersetzt Holzinger, dessen Bilder dem Betrachter gleichzeitig viel Raum für eigenes Sehen und Interpretieren lassen wollen.

 

 

Professionell und liebevoll betreutUngefähr 200 Patientenaufnahmen mit einer durchschnittlichen Verweildauer von etwas über eine Woche verzeichnete die Palliativstation im Jahr 2017. Mehr als die Hälfte der Patienten konnten wieder nach Hause entlassen werden. „Der Bedarf an palliativmedizinischer Betreuung wächst. Wir sind sowohl mit dem mobilen Palliativteam, als auch auf der Station sehr gut ausgelastet“, sagt Michael Zink. Sein erklärtes Ziel ist es, alle Patienten, die stationäre palliativmedizinische Betreuung benötigen, mit nur kurzer Wartefrist aufnehmen zu können. Sehr wichtig dabei ist die optimale Vernetzung mit den verschiedenen Systempartnern. Das sind vor allem die niedergelassenen Ärzte und Pflegeeinrichtungen, die verschiedenen Fachabteilungen der Krankenhäuser und das mobile Palliativteam.

 

 

Krankenhaus St. Veit ist Pionier in der PalliativversorgungDie Anwesenden würdigten die Einrichtung als einen Meilenstein  in der Palliativbetreuung  in Kärnten, die auch ein Zeichen über die Grenzen des Bundeslandes hinaus setzt. Schließlich war es auch das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in St. Veit/Glan, das 2004 eine Palliativstation in Kärnten eröffnete. Die Abteilung, die nach dem Ordensgründer der Barmherzigen Brüder, dem hl. Johannes von Gott, benannt ist, steht unter dem Leitgedanken „Das Herz befehle!“

 

 

Bau bei laufendem Krankenhausbetrieb

„Während der Bauzeit stand unseren Patienten das gesamte medizinische Angebot zur Verfügung – was eine große Herausforderung in einem Krankenhaus darstellt“, betont der Vorstand der Abteilung Prim. Priv.-Doz. Dr. Michael Zink. „Mein besonderer Dank geht hier an unsere Mitarbeiter, die trotz laufender Bauarbeiten den Betrieb aufrechterhalten und eine uneingeschränkte, hochqualifizierte Patientenversorgung sichergestellt haben.“

 

 

Hohe palliative FachkompetenzPalliativmedizin ist mehr als nur Schmerzbekämpfung, sondern tut das, was ihr Name sagt: palliare – in Watte betten bzw. einen schützenden Mantel umlegen. Das umfasst nicht nur die Linderung körperlicher Symptome, sondern auch die Berücksichtigung und Unterstützung spiritueller, emotionaler und sozialer Bedürfnisse – also den kranken Menschen in seiner Ganzheit zu sehen und zu behandeln.


Die Palliativstation arbeitet mit einem multiprofessionell zusammengesetzten Team von Ärzten, diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegepersonen, Sozialarbeiterin, medizinisch-technische Diensten und Seelsorgern. Ehrenamtliche Mitarbeiter ergänzen dieses Team.


Das Team dieser Station bietet auch die mobile Palliativpflege in St. Veit/Glan und Umgebung an. „Das Zusammenspiel dieser beiden Tätigkeitsbereiche ermöglicht es uns, den Patienten reibungsfrei mit nur kurzer Liegedauer auf der Palliativstation, im häuslichen Bereich und in Zusammenarbeit mit den Hausärzten zu versorgen“, beschreibt Prim. Priv.- Doz. Dr. Michael Zink. Der Erfolg dieser besonderen menschlichen und fachlichen Zuwendung lässt sich in einem großen Zustrom an Patienten messen. Zudem ist das Team sowohl in St. Veit/Glan als auch bei den Elisabethinen in Klagenfurt und in den Krankenhäusern Friesach und Waiern mit dem palliativmedizinischen und pflegerischen Konsiliardienst tätig.

 

 

Neue OP-Räume, neue Intensiv und MRT-GerätDie Erneuerungen im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan beschränken sich nicht alleine auf den Neubau der Palliativstation. Im St. Veiter Krankenhaus wird in den nächsten Jahren kräftig in die Infrastruktur investiert. Der Neubau der Palliativstation ist Teil eines Gesamtkonzeptes. In diesem Jahr wurde bereits eine neue Rettungszufahrt gebaut und im Herbst wird ein neuer Magnetresonanz-Tomograph im Spital installiert und auch die Operationssäle sowie die Intensivbereiche werden rundum erneuert. In Summe fließen in den kommenden Jahren 11,6 Millionen Euro in den Ausbau des Ordenskrankenhauses.

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