Die Österreichische Ordensprovinz

Eine der weltweit 21 Ordensprovinzen

Nach dem Vorbild des heiligen Johannes von Gott arbeiten heute in über 50 Staaten und auf allen Kontinenten rund 1.105 Ordensbrüder in 455 Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens gemeinsam mit etwa 53.000 haupt- und 7.000 ehrenamtlichen MitarbeiterInnen.

 

Der Orden der Barmherzigen Brüder ist ein Bettelorden und unterstützt mit den ihm anvertrauten Mitteln in erster Linie Personen, die besonders hilfsbedürftig sind. In zahlreichen Ländern arbeitet der Orden mit den staatlichen Gesundheitsbehörden zusammen (Gesundheitsministerien, Sozialministerien, Dienste auf Regional- und Kommunalebene), bzw. sind die Ordenseinrichtungen Teil des öffentlichen Gesundheitsnetzes.

 

Besonders in den Entwicklungsländern bemühen sich die Gesundheits- und Sozialeinrichtungen des Ordens, aufbauend auf dem Prinzip der Subsidiarität, die Lücken der einheimischen Gesundheitsversorgung zu schließen.

 

Außer Allgemeinkrankenhäusern führen die Barmherzigen Brüder zahlreiche Einrichtungen für psychisch Kranke. Weiters unterhält der Orden viele Einrichtungen für geistig und körperlich Behinderte, Altenheime und Obdachlosenheime. Therapieeinrichtungen für Drogenabhängige und Suchtkranke gehören ebenfalls zu seinem weltweiten Dienstangebot. In jüngster Zeit hat sich das Handlungsspektrum um die Hospizarbeit, die Palliativmedizin, Betreuung von AIDS-Kranken, Pflege von Alzheimer-Patienten und viele andere Spezialdisziplinen erweitert.

 

 

Selbstverständnis

Als Einrichtung der katholischen Kirche zielt die Arbeit des Ordens in allen Bereichen (Pflege, Heilung, Betreuung, Förderung, Rehabilitation etc.) darauf ab, den ganzen Menschen zu heilen. Deswegen steht die Evangelisierung, trotz verschiedener gesellschaftlicher und politischer Gegebenheiten, stets im Vordergrund der Bemühungen. Dabei verkünden die Brüder mit ihrem Leben die Frohe Botschaft, die Jesus Christus der Menschheit gebracht hat. Die erste Form der Evangelisierung ist, dass alle Menschen ohne Unterschied aufgenommen werden und die Brüder diese zur Sinnsuche einladen und versuchen, sie behutsam zu Christus und zu seiner Kirche zu führen. In einer zunehmend materialistischen und egoistischen Gesellschaft versteht sich der Orden als lebendiger Ausdruck der „Kirche der Liebe und der Barmherzigkeit“.

 

Organisatorisch ist der Orden in acht Provinzdelegaturen, zwei Generaldelegaturen, eine Vizeprovinz und 21 Provinzen gegliedert. Eine der ältesten Provinzen ist die Österreichische.

 

 

Österreichische Ordensprovinz

1605 wurde in Feldsberg (Valtice) durch Fürst Karl I. von und zu Liechtenstein das erste Brüder-Hospital nördlich der Alpen gegründet – das Mutterhaus aller mitteleuropäischen Provinzen. Rasch entstand durch viele Gründungen ein dichtes „Netzwerk der Hospitalität“, welches sich in seiner Blütezeit vom Baltikum bis nach Triest und von Westfalen bis ins Banat erstreckte. Analog zu den politischen und historischen Umbrüchen in Europa änderten sich die Größe der Provinz und die Arbeitsbedingungen für die Brüder ständig. Nach der politischen Wende von 1989 konnten vor allem die Beziehungen zu den Brüdern in den ehemaligen kommunistischen Staaten wieder intensiviert werden.

 

Die Österreichische Provinz umfasst auch die Konvente und Einrichtungen in Ungarn, Tschechien und der Slowakei, die rechtlich gesehen drei Provinzdelegaturen der Österreichischen Ordensprovinz sind. In der Provinz leben derzeit 37 Brüder mit Feierlicher Profess, vier Brüder mit Einfacher Profess sowie ein Novize und zwei Oblaten. In allen vier Staaten gemeinsam beschäftigt der Orden über 8.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

 

Österreichische Ordensprovinz des Hospitalordens des heiligen Johannes von Gott
Taborstraße 16
1020 Wien
365 Zeugnisse
Der gelebten Gastfreundschaft

   Gutes tun und es gut tun!

    Motto des hl. Johannes von Gott
    (1495-1550)

 

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ÖSTERREICHISCHE ORDENSPROVINZ

des Hospitalordens des
heiligen Johannes von Gott

"Barmherzige Brüder"

Taborstraße 16

1020 Wien

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