Brustzentrum Kärnten setzt auf individuelle Behandlung

Der Brustgesundheit und der Krebsvorsorge gilt im Oktober die volle Aufmerksamkeit. Das Brustzentrum Kärnten ist ein Netzwerk von Spezialisten unterschiedlicher Fachrichtungen und betreut die Patienten ganzheitlich.

Im Oktober trägt man die rosa Schleife. Es soll ein Zeichen gesetzt werden, wie wichtig frühzeitige Erkennung von Brustkrebs ist. Für viele Frauen ist die Diagnose Brustkrebs erschütternd und verändert das Leben von einem Tag auf den anderen. Durch die heutigen modernen Behandlungsmethoden konnte die Gefährlichkeit der Erkrankung jedoch deutlich minimiert werden.

 

 

Breite BehandlungspaletteMehr als 1.000 Patienten mit Brustkrebs wurden seit dem Aufbau des Brustzentrums im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan nach höchsten medizinischen Standards behandelt. Die Palette der Behandlungsmethoden reicht von der brusterhaltenden Entfernung von Tumorherden bis hin zur Entfernung und dem Wiederaufbau der Brust. Durch neue Erkenntnisse ist die Entfernung aller Achsellymphknoten nur mehr selten notwendig.

 

 

Gemeinsam für jede Patientin Das Brustzentrum Kärnten ermöglicht eine enge fachübergreifende Zusammenarbeit aller an der Diagnostik und Behandlung von Brustkrebs beteiligten Experten aus den Bereichen Chirurgie, Radiologie, Innere Medizin, Anästhesiologie, „Breast Care Nurses“ – speziell ausgebildeten Krankenschwestern –, dem psychologischen Dienst und der Seelsorge. Gemeinsam arbeiten die Spezialisten unter Einbeziehung der niedergelassenen Fachärzte Hand in Hand mit dem Ziel, jeder einzelnen Patientin die für sie beste Therapie zukommen zu lassen. In der interdisziplinären Tumorkonferenz, bei der alle Experten wöchentlich konferieren, wird über den Fall jeder einzelnen Patientin beraten und entsprechende Therapieoptionen ausgearbeitet. In diesem Zusammenhang nimmt auch die enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten einen hohen Stellenwert ein.

Die Betreuung im Brustzentrum Kärnten sieht die engmaschige Vorsorgeuntersuchung sowie auch eine mindestens fünf Jahre andauernde Therapie durch das Spital und lebenslangen Nachuntersuchungen vor.

 

 

Maßgeschneiderte Krebstherapie

Der Ärztliche Direktor und Leiter des Brustzentrums Kärnten am Krankenhaus St. Veit, Prim. Univ.-Prof. Dr. Jörg Tschmelitsch, FACS ist sich sicher: „Der individuellen, personalisierten Krebstherapie gehört die Zukunft“. Sie berücksichtige etliche Faktoren wie etwa: Wie gefährdet ist der Patient? Was zeigt die Genanalyse der Krebszellen? Setzt man die Chemotherapie ein oder gibt es wirkungsvollere Methoden? Daraus ergibt sich laut Tschmelitsch die ideale Therapie für jeden Patienten.

 

Gerade im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan setzt man sich intensiv und interdisziplinär mit dem Krebs auseinander – in der Chemotherapie, auf der Intensivstation und in der Pflegeausbildung. Eine enge Zusammenarbeit herrscht mit der Grazer Uniklinik, mit der Strahlentherapie und der Pathologie am Klinikum Klagenfurt.

 

krankenhaus der barmherzigen brüder st.veit

 

Ärztliche Direktor und Leiter des Brustzentrums Kärnten am Krankenhaus St. Veit, Prim. Univ.-Prof. Dr. Jörg Tschmelitsch, FACS.

 

Partner des Krebszentrums Graz (CCC)

Als Netzwerkpartner des „Comprehensive Cancer Center Graz“ (Krebszentrum Graz) der Medizinischen Universität Graz steht man im Brustzentrum nicht nur für die bestmögliche Behandlung und Begleitung von Tumorpatienten, sondern auch für eine enge Zusammenarbeit in der Krebsforschung.

„Nicht jede Erkrankung verläuft gleich, nicht jeder Patient reagiert gleich auf die Therapie. Deshalb ist uns die Abstimmung mit den Medizinern des LKH-Universitätsklinikum Graz sowie den Wissenschaftlern an der Medizinischen Universität Graz sehr wichtig“, so der Ärztliche Direktor und Leiter des Brustzentrums Kärnten am Krankenhaus St. Veit, Prim. Univ.-Prof. Dr. Jörg Tschmelitsch, FACS.

 

 

Vorteile für die Patienten

„Mit der Kooperation könnten die Therapiemöglichkeiten ständig verbessert werden und der Austausch über neueste Therapiekonzepte und Richtlinien werde noch enger“, ergänzt der St. Veiter Onkologe Prim. Dr. Franz Siebert, Vorstand der Abteilung für Innere Medizin.

 

Als Vorteile ergeben sich für das Krankenhaus St. Veit zudem:


  • Die regelmäßige Teilnahme von Experten der Universitätsklinik an den
  • Tumorbesprechungen in St Veit

  • die Überleitung kritischer Patienten an Krebszentrum Graz (CCC)
  • Zweitmeinungsmöglichkeit für das Krankenhaus 

  • Leitlinienkonforme, gemeinsam abgestimmte Therapie und Nachsorge 

  • Einbringung der Patienten in interdisziplinäre Fallkonferenzen 

  • Qualitätssicherung, u.a. über Zertifizierung 

  • und die Patienten haben die Möglichkeit an aktuellen Studien teilzunehmen. 


 

Hohes Niveau erneut bestätigt

Fachgutachter der Zertifizierungskommission DOC-CERT stellten dem Brustzentrum Kärnten vor wenigen Wochen ein ausgezeichnetes Zeugnis aus.
 „Die gerade abgeschlossene Überprüfung der ausgezeichneten Ergebnisse führte daher zur Verlängerung der Zertifizierung als Brustzentrum für die nächsten drei Jahre“, betont Prim. Univ.-Prof. Dr. Jörg Tschmelitsch, stolz. Damit garantiert man den Patienten des Brustzentrums Qualität auf höchster Stufe in den Bereichen Diagnostik, Therapie und Nachbetreuung. Zu den Auflagen für DOC- CERT zertifizierte Brustzentren zählen die Behandlung von mindestens 100 Karzinom-Patienten pro Jahr und Operateure mit einer Fallzahl von mindestens 30 Operationen jährlich.

 

 

EXPERTENINTERVIEW

 

OA Dr. Arno ReichenauerStv. Leiter des Brustzentrums Kärnten und Erster Oberarzt an der Abteilung für Chirurgie am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan

 

Wie wichtig ist die Brustkrebsvorsorge? Zehn Prozent aller Mammakarzinome treten familiär gehäuft auf, wiederum die Hälfe davon sind auf Mutationen in den Erbanlagen zurückzuführen. Seit einigen Jahren gibt es das sogenannte Mammografie-Screening. Frauen zwischen dem 45. und 70. Lebensjahr erhalten dazu vom Bundesministerium für Gesundheit eine entsprechende schriftliche Einladung. Eine Untersuchung ist aber auch jederzeit und in jedem Alter möglich – insbesondere dann, wenn ein Knoten ertastet wird, Schmerzen oder eine Entzündung auftreten oder eine verdächtige Sekretion austritt. Eine Zuweisung über den Hausarzt ist möglich.

 

 

Mammographie, Ultraschall und Magnetresonanztomografie – wo liegen die Unterschiede?
Die Mammografie ist die einzige bildgebende Methode, die Verkalkungen darstellen kann. Sie wird dadurch zu einer unverzichtbaren Untersuchung, weil Veränderungen sehr frühzeitig, noch bevor sie tastbar sind, sichtbar werden. Der Brustultraschall ist in der Regel eine sinnvolle Ergänzung zur Mammografie und kann helfen, gutartige von bösartigen Herden zu unterscheiden. Durch die Magnetresonanztomografie kann unter anderem vor der Operation einer nachgewiesenen bösartigen Veränderung eine Aussage über die tatsächliche Tumorausdehnung gemacht werden. Bei Frauen mit erhöhtem Krebsrisiko wird diese Methode vor allem in jüngerem Alter als Vorsorgeuntersuchung angewendet.

 

 

In den vergangenen Jahren gab es wichtige Fortschritte in der Krebstherapie. Handelt es sich dabei um neue Ansätze, die bösartige Tumore zielgerichtet bekämpfen? Früher mussten alle Brustkrebstumore nach dem gleichen Therapieschema behandelt werden. Heute versteht man die Tumorbiologie besser, und es gibt viele Ansätze, die Krebszelle an sich zu bekämpfen. Die Tumore werden speziell typisiert und es gibt zielgerichtete (Target-) Therapien. Dabei nutzt man biologische und zytologische Eigenschaften der Krebszelle aus. Man blockiert zum Beispiel die Übertragung von Stoffwechsel- und Wachstumssignalen in der Krebszelle oder man hemmt die Neubildung von Blutgefäßen, die für die Sauerstoffversorgung der Krebszelle und damit für das Überleben der Zelle notwendig sind.

 

 

Welche Bedeutung haben Gynäkologen bei der Behandlung von Brustkrebs?Die Gynäkologen sind umfassend in die Diagnostik und Behandlung des Mammakarzinoms eingebunden. So nimmt bei jungen Patientinnen mit noch nicht abgeschlossener Familienplanung die Beratung zur Fertilitätserhaltung oder die Planung weiterer Schwangerschaften nach einer Krebserkrankung einen wichtigen Stellenwert ein. Die Gynäkologen beraten darüber hinaus auch bei Wechselbeschwerden, die durch medikamentöse Therapien ausgelöst werden, oder bei therapiebedingten Veränderungen im Bereich der Sexualität. Da nach einer Brustkrebserkrankung weitgehend auf Hormonersatztherapien verzichtet werden muss, können damit entsprechende Lösungen gesucht werden.

 

 

OA Dr. Arno Reichenauer: Stv. Leiter des Brustzentrums Kärnten 

 

So erreichen Sie das Brustzentrum Kärnten:

A.ö. Krankenhaus der Barmherzigen Brüder

Spitalgasse 26

A-9300 St.Veit/Glan

Tel.Nr. +43-4212/ 499-0

 

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