Sonntag 26. Februar 2017
Das Bild zeigt Leodegar Klinger OH.

Leodegar Klinger OH

Bruder
Deutschland

Mit tiefer Ehrfurcht schauen wir auf jene Christen, die sich ungeteilt und selbstlos dem Dienst an den armen und kranken, an den hilfsbedürftigen und sterbenden Menschen gewidmet haben – zum Beispiel der hl. Johannes von Gott, der selige Frater Eustachius Kugler, die hl. Mutter Teresa von Kalkutta und viele andere Frauen und Männer.

 

Gott ist die unerschaffene Liebe.

 

Der wahren Liebe ist es wesenhaft zu eigen, sich nichts für sich zurückzubehalten, sondern sich zu verschenken. Das ist Gott, und so ist Gott! Aus dieser sich verschenkenden Liebe Gottes geht der Mensch hervor.

 

Unser Schöpfergott stiftet in jedes Menschenherz seine Liebe wie ein Samenkorn ein. Und dieses Samenkorn vertraut er der Freiheit und der Verantwortung eines jeden Menschen an.

Im Zusammenwirken der sich verschenkenden Liebe Gottes und der vom Menschenherzen aufgenommenen Liebe will sie sich im Menschen entfalten, wachsen, reifen und sich verschenken.

 

Papst Benedikt XVI. hat in seiner Enzyklika „Deus caritas est“ auf diesen inneren Zusammenhang der Liebe im Krankendienst ausführlich hingewiesen: Zur beruflichen Kompetenz muss die Herzensbildung hinzukommen. (vgl. 31a)

 

Der Dienst der Hospitalität verlangt in unseren Tagen eine hohe qualifizierte berufliche Ausbildung. Zu diesem Dienst an hilfebedürftigen Menschen muss die Liebe hinzukommen. Diese Liebe kann der Mensch nicht einfach machen. Gott allein ist die Quelle, aus der der Mensch die Liebe empfängt und schöpft. Und weil die Liebe niemals gewaltsam in die Freiheit des anderen hineingeht, kann sie vom Menschen nur in Freiheit empfangen werden. So wird der Dienst der Nächstenliebe zugleich auch Gottesdienst.

 

Unser Ordensvater, der hl. Johannes von Gott, hatte das Bedürfnis, jeden Tag die hl. Messe mitzufeiern, um dabei aus der unerschaffenen Quelle der Liebe, die Gott der Dreifaltige ist, zu schöpfen und  zu trinken. So hat er seinen Dienst am Krankenbett täglich gestaltet.

Österreichische Ordensprovinz des Hospitalordens des heiligen Johannes von Gott
Taborstraße 16
1020 Wien

ÖSTERREICHISCHE ORDENSPROVINZ

des Hospitalordens des
heiligen Johannes von Gott

"Barmherzige Brüder"

Taborstraße 16

1020 Wien

 

Tel.: 0043 1 21121 1100

Fax: 0043 1 21121 1120

Darstellung:
https://barmherzige-brueder.at/