Künstliche Hüfte, neues Knie – wann sind sie sinnvoll?

Ein künstliches Gelenk kann Arthrose-Patienten wieder Mobilität und damit mehr Lebensqualität schenken, weiß OA Dr. Klaus Weichart, Oberarzt der Abteilung für Orthopädie und orthopädische Chirurgie am Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt.

 

Die Arthrose ist weltweit die häufigste Gelenkerkrankung.  Hüft- und Kniegelenksarthrosen stellen hierbei die häufigste Lokalisation dar. 

 

Der wichtigste Risikofaktor für die Entwicklung einer Arthrose ist das Alter. Aber auch Risikofaktoren wie Übergewicht, Überbelastung durch schwere körperliche Arbeit oder auch Achsfehlstellungen am Kniegelenk (X- und O-Bein) sowie beispielsweise Rheuma spielen eine wichtige Rolle.

 

Arthrose und ihre GesichterDie Arthrose ist durch den schmerzhaften Verschleiß des Gelenksknorpels und Veränderungen der Knochen charakterisiert.  Sie führt erst typischerweise zur belastungsabhängigen Beschwerden. Im weiteren Verlauf kommen dann meist eine Einschränkung des natürlichen Bewegungsumfanges und Ruheschmerz hinzu.  Die Beweglichkeit  im Alltag und das Gangbild werden durch eine schwere  Arthrose erheblich beeinträchtigt. 

 

 

Wann ist ein Gelenkersatz sinnvoll?Grundsätzlich kann das Fortschreiten der Arthrose bzw. die Symptome durch konservative, also nichtoperative,  und gelenkserhaltende Therapiemaßnahmen wie die Physiotherapie, das Muskelaufbautraining, die physikalische Therapie oder medikamentöse Therapie (schmerz- und entzündungshemmende Medikamente oder knorpelaufbauende Substanzen) verzögert bzw. gelindert werden.

 

Wenn aber die Einschränkungen durch verminderte Beweglichkeit und Schmerzen im Alltag zu groß werden, ist es sinnvoll, einen Gelenkersatz durchzuführen. Die Indikation zur Operation und auch das Festlegen des Operationszeitpunktes  wird vom behandelnden Orthopäden gemeinsam mit dem Patienten durchgeführt. Maßgeblich dafür sind bereits bestehenden Beschwerden und auch der Grad der Arthrose im Röntgen.

 

 

Einsetzen von Prothesen

Bis zur Operation besteht in der Regel eine entsprechende Vorlaufzeit, in der genügend Zeit für Informationsbeschaffung und gesundheitliche Vorbereitung (Narkosetauglichkeit) und Wahl des optimalen Prothesenmodells bleibt. Letzteres wird bei uns routinemäßig mittels computergestützter Prothesenplanung basierend auf standardisierten Röntgenaufnahmen durchgeführt.

 

Aufgabe einer Prothese ist es die Form und Funktion eines normalen Gelenkes nachzuahmen und somit wieder eine gute Belastbarkeit des Gelenkes herzustellen. Die Implantation von Hüft- und Knieprothesen ist in der modernen Medizin zur Routine geworden.

 

 

Schonend operiertDank sich ständig weiterentwickelnder Operationstechniken, Weiterentwicklungen der Implantate und verbesserter Narkoseverfahren (Regionalanästhesie) können Gelenkersatzoperationen immer schonender für die Patienten durchgeführt werden.

 

Es gehört auch mittlerweile zum Standard  ein sogenanntes „Reperfusionssystem“  zu verwenden. Das Blut wird dabei während und nach der Operation „aufgefangen“ und nach spezieller Aufbereitung dem Patienten wieder zurückgegeben.

 

Hüftgelenkoperationen werden bei uns bereits im Großteil der Fälle über einen minimal invasiven Zugang (AMIS Methode) durchgeführt.  Die großen Vorteile dieser Methode liegen  im geringeren Operationstrauma (es muss kein Muskel durchtrennt werden) und in der schnelleren Mobilisierung nach der Operation.

 

 

Keramik und Titan sorgen für gute VerträglichkeitIn der Regel werden für die Kunstgelenke spezielle Metalllegierungen, die vom Körper gut vertragen werden, verwendet, wie zum Beispiel Titan und Keramik. Mit diesen mittlerweile zum Routineeingriff gewordenen Operationen kann wieder  Schmerzfreiheit, körperliche Aktivität und der Erhalt der Lebensqualität auch im hohem Alter gewährleistet werden.

 

Oberarzt der Abteilung für Orthopädie und orthopädische Chirurgie

 

OA Dr. Klaus Weichart

Oberarzt der Abteilung für Orthopädie und orthopädische Chirurgie

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