Ein Platz, der Trauer Raum und Zeit gibt

Seit vielen Jahren bietet das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan professionelle Trauerbegleitung und spezielle Angebote für Hinterbliebene an - wie das Trauercafe. 

 

Es ist nicht leicht, Menschen zu finden, die einen verstehen. Mit anderen in ähnlicher Situation zu sprechen, kann Trost geben. Gab es früher noch feste Rituale wie das Trauerjahr, fehlt heute weitgehend eine Richtschnur für die Trauerzeit. Der Tod hat in unserer Gesellschaft wenig Platz. Doch trauernde Menschen brauchen das Gefühl, dass sie das Recht zum Trauern haben, dass ihre Rituale (tägliche Friedhofsbesuche, Beten, Gespräche mit Verstorbenen etc.) nicht falsch sind.

 

 

Das „Trauercafe“

In der Trauer nicht alleine bleiben, sich mit anderen Betroffenen treffen, Kontakte untereinander pflegen, sich austauschen, miteinander reden, schweigen, zuhören und Unbegreifliches in Worte fassen – das ist das Ziel des „Trauercafes“ des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan.

 

 

Darüber sprechen hilft.

Jeden dritten Donnerstag im Monat treffen sich Hinterbliebene im „Raum der Begegnung“ auf der Palliativstation des Ordensspitales. Dort können sie in geschützter Atmosphäre Menschen treffen, denen das Gefühl von Trauer vertraut ist, mit denen sie über ihren Schmerz sowie die Veränderungen in ihrem Leben sprechen können.

„Es ist ein offenes und unverbindliches Angebot. Dabei steht es jedem offen, sich aktiv am Gespräch zu beteiligen oder einfach nur da zu sein, zuzuhören und einen Kaffee zu trinken“, schildert die diplomierte Krankenschwester Claudia Wirnsberger. Seit Jahren ist sie auf der Palliativstation (Palliativ Care) als Stationsschwester tätig. „Unsere Besucher sollen sich wohl und geborgen fühlen.“

Zu den Aufgaben einer umfassenden palliativen Betreuung gehört neben möglichst optimaler Symptomkontrolle des Patienten auch die Begleitung seiner Angehörigen. „Wir haben den Umgang mit Sterbenden und Trauernden in unserer Zusatzausbildung für Palliativ Care gelernt“, ergänzt sie.

Die bisherigen Erfahrungen von ihr und ihrem Team zeigen, dass das Angebot nach dem Tod des geliebten Verwandten gerne angenommen wird. „Es gibt Menschen, die trauern über

Jahre und besuchen das „Trauercafe“ regelmäßig, andere nur drei Monate, manche gar nicht. Wie lange man trauert und in welcher Intensität ist so unterschiedlich wie Sie selbst“, erklärt Wirnsberger. Mit großem Einfühlungsvermögen und großer Erfahrung im Umgang mit Trauernden schaffen die Mitarbeiter des „Trauercafes“ eine Atmosphäre in der sich jeder verstanden und angenommen fühlt.

 

Vorstand der Abteilung für Palliativmedizin: Prim. Priv.-Doz. Dr. Michael Zink, D.E.A.A.

 

 

Beim Trauern können Rituale helfenEin ganz wichtiges Thema sind Rituale. Die Mitarbeiter der Palliativstation arbeiten mit Ritualen, da diese in der Trauerzeit beim Bewältigen helfen. Ein persönliches Erinnerungsbuch mit allen Verstorbenen der Palliativstation ist ebenfalls entstanden. Dazu werden die Familienmitglieder eingeladen, im „Erinnerungsbuch“ eine Seite über ihren Verstorbenen zu gestalten. Dieses Buch liegt auf der Station auf. „Oft finden sich hier kleine Anekdoten, Besonderheiten aus der Biographie oder Krankheitsgeschichte unserer Patienten wieder“, weiß Palliativschwester Claudia Wirnsberger.

 

 

Raum für GesprächeDass die regelmäßigen Treffen in den Räumen der Palliativstation abhalten werden, ist kein Zufall, wie DGKS Claudia Wirnsberger erzählt: „Viele Trauernde haben hier wichtige und intensive Momente mit ihren geliebten Verstorbenen erlebt. Es hilft ihnen, hierher zurückzukommen. Sie verknüpfen nicht nur traurige, sondern auch viele positive Erinnerungen mit der Station.“

 

 

Angebote der Trauerbewältigung
am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan:

Gedenkgottesdienst: für Angehörige verstorbener Patienten jeden 1. Sonntag im Monat •

 

Trauercafe: jeden 3. Donnerstag im Monat im "Raum der Begegnung" auf der

Palliativstation, 17 Uhr.

 

Abschiedsritual für nicht ins Leben geborene Kinder:
Eine Abschiedsfeier für „nicht ins Leben geborene Kinder“ am St. Veiter Stadtfriedhof - zwei Mal jährlich.

 

 

Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan
Spitalgasse 26
9300 St. Veit/Glan
Telefon: 0043 4212 499-0
Fax: 0043 4212 499-222

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der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan

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